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Ein Freiluftfestival mit 800 Mitarbeitenden auf 40 Hektar Gelände, zwölf parallele Schichten, vier Eingangsgates und kein einziges festes Büro – wie stellen Sie sicher, dass jede Stunde korrekt erfasst und jede Überstunde nachvollziehbar dokumentiert wird? Klassische Stempeluhren scheiden aus, Excel-Listen verschwinden im Chaos, und manuelle Kontrollen kosten Führungskräfte Zeit, die sie nicht haben. GPS-gestützte Zeiterfassung verbindet den Aufenthaltsort eines Mitarbeitenden automatisch mit dem Ein- und Ausstempelvorgang und löst damit eines der drängendsten operativen Probleme der Eventbranche.
GPS-Zeiterfassung nutzt die Standortdaten des Smartphones eines Mitarbeitenden, um Ein- und Ausbuchungen automatisch zu validieren. Das Prinzip: Der Veranstalter hinterlegt im System ein sogenanntes Geo-Fence – einen digitalen Perimeter um das Eventgelände. Betritt ein Mitarbeitender diesen Bereich und startet seinen Dienst über die Mitarbeiter-App, bestätigt das GPS-Signal, dass die Person tatsächlich vor Ort ist. Verlässt sie das Gelände ohne ordnungsgemäßes Ausstempeln, kann das System automatisch eine Warnung auslösen.
Ergänzt wird das GPS-Verfahren häufig durch QR-Code-Check-ins: An jedem Eingang, jeder Bühne oder jedem Einsatzpunkt hängt ein individueller QR-Code. Das Einscannen erfasst den genauen Standort innerhalb des Geländes – mit einer Genauigkeit von üblicherweise 3 bis 5 Metern. Beide Methoden kombiniert reduzieren Buddy-Punching (das Einstempeln für abwesende Kolleginnen) nahezu auf null und liefern lückenlose, gerichtsfeste Zeitnachweise – ein Standard, der seit dem EuGH-Urteil vom 14. Mai 2019 (Az. C-55/18) und der daraus resultierenden Pflicht zur objektiven, verlässlichen Zeiterfassung für alle Arbeitgeber in der EU verpflichtend angestrebt werden sollte.
Die gesetzliche Grundlage bilden vor allem das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) und – seit der BAG-Entscheidung vom 13. September 2022 (Az. 1 ABR 22/21) – die richterrechtlich konkretisierte Pflicht zur vollständigen Arbeitszeitdokumentation. Gemäß § 16 Abs. 2 ArbZG sind Arbeitgeber verpflichtet, die über acht Stunden hinausgehende Arbeitszeit aufzuzeichnen; das BAG-Urteil erweitert dies faktisch auf die gesamte Arbeitszeit. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 15.000 Euro je Einzelfall geahndet werden.
Im Eventkontext verschärfen sich diese Anforderungen: Kurzfristig Beschäftigte, Minijobber und Leiharbeitnehmer unterstehen denselben Dokumentationspflichten wie Festangestellte. Gerade bei gemischten Teams – Stammpersonal, Honorarkräfte, Volunteers – ist eine einheitliche Plattform für die unverzichtbar, damit keine Personengruppe durch unterschiedliche Erfassungstools aus dem Raster fällt.
Stationäre Systeme – Terminals, Stempeluhren oder NFC-Karten – setzen voraus, dass alle Mitarbeitenden denselben physischen Punkt passieren. Auf einem Messegelände mit 15 Hallen oder einem Open-Air-Konzert mit fünf Bühnen ist das illusorisch. Ein umfassender Überblick über die verschiedenen Ansätze findet sich im Artikel zu – hier soll der spezifische Mehrwert der GPS-Variante herausgearbeitet werden.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Dezentralität: GPS-Zeiterfassung funktioniert überall dort, wo ein Mobilfunknetz oder WLAN existiert. Eine Studie des Fraunhofer IAO aus dem Jahr 2023 ergab, dass Betriebe mit mobiler, standortbasierter Zeiterfassung ihren administrativen Aufwand für die Nachbearbeitung von Stechkarten-Daten um durchschnittlich 67 Prozent reduzierten. Für Events, bei denen nach dem Abbau oft nur 24 bis 48 Stunden für die vollständige Abrechnung bleiben, ist diese Zeitersparnis direkt in Euro messbar.
GPS-Standortdaten gelten nach Art. 4 Nr. 1 DSGVO als personenbezogene Daten und unterliegen dem Grundsatz der Datensparsamkeit (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO). Das bedeutet konkret: Eine Dauerüberwachung außerhalb der Arbeitszeit ist unzulässig. Tracking darf ausschließlich während der vereinbarten Schicht aktiv sein, und Mitarbeitende müssen vor Dienstantritt transparent informiert werden – idealerweise durch eine digitale Einwilligungserklärung, die in der Mitarbeiter-App hinterlegt wird.
Wenn ein Betriebsrat vorhanden ist, greift § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Die Einführung von technischen Einrichtungen zur Verhaltens- oder Leistungsüberwachung ist mitbestimmungspflichtig. Veranstalter und Personaldienstleister, die eventra.app einsetzen, profitieren davon, dass die Plattform in Europa gehostet wird und vollständig DSGVO-konform operiert – Standortdaten werden pseudonymisiert gespeichert und nach dem Event automatisch nach der gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist gelöscht. Drittlandtransfers, wie sie bei US-amerikanischen HR-Tools die Regel sind, entfallen vollständig.
Fehlerhafte oder manipulierte Zeiterfassung verursacht in der Eventbranche jährlich erhebliche Kosten. Eine interne Auswertung eines deutschen Festivalveranstalters (ca. 600 Saisonkräfte) zeigte, dass ohne digitale Validierung rund 8 Prozent aller eingetragenen Arbeitsstunden nicht korrekt waren – durch Tippfehler, vergessenes Ausstempeln oder bewusstes Aufrunden. Bei einem Stundenlohn von 14 Euro (Mindestlohn 2025: 12,82 Euro, viele Eventjobs liegen darüber) und 6.000 Schichtstunden pro Event ergibt das schnell einen vierstelligen Korrekturbedarf.
Was konkret schiefgehen kann und welche rechtlichen Folgen drohen, beschreibt der Artikel zur detailliert. GPS-Validierung setzt an drei Punkten an: Erstens bestätigt der Standort, dass die Person wirklich am Einsatzort war. Zweitens verhindert die Zwei-Faktor-Logik (QR-Code + GPS), dass Kolleginnen füreinander einstempeln. Drittens erzeugt jeder Check-in einen unveränderlichen Zeitstempel mit Koordinaten, der im Streitfall als Beweismittel dient.
Der größte Effizienzgewinn entsteht, wenn Zeiterfassung nicht isoliert betrieben wird, sondern nahtlos in die vorgelagerte Planung eingebettet ist. Eine durchdachte liefert die Solldaten – wer soll wann wo sein – die das System dann mit den GPS-verifizierten Istdaten abgleicht. Weicht ein Mitarbeitender mehr als 15 Minuten vom geplanten Schichtbeginn ab, kann eventra.app automatisch den zuständigen Schichtleiter benachrichtigen, bevor Engpässe entstehen.
Praxisbeispiel: Beim Bundesliga-Heimspieltag eines Erstligisten mit 420 Ordnungskräften und 80 Cateringmitarbeitenden verteilt auf 12 Sektoren lässt sich über Geo-Fences je Sektor exakt nachvollziehen, welcher Sektor zu einem bestimmten Zeitpunkt unterbesetzt ist. Schichtleitende erhalten eine Push-Benachrichtigung auf ihr Smartphone und können innerhalb von Minuten Verstärkung aus Nachbarsektoren organisieren – ohne Funk-Chaos und ohne Zettelwirtschaft.
GPS-Zeiterfassung erzeugt Rohdaten – diese Daten müssen in abrechnungsfähige Werte verwandelt werden. In eventra.app geschieht das vollautomatisch: Validierte GPS-Zeitstempel werden nach Schichtende in Stundennachweise überführt, Zuschläge (Nachtarbeit ab 23:00 Uhr gemäß § 6 ArbZG, Sonntagsarbeit nach § 11 ArbZG) werden regelbasiert hinzugerechnet und das fertige Dokument steht für den DATEV- oder Stotax-Export bereit.
Was früher zwei bis drei Tage manuelle Nachbearbeitung kostete – Stunden aus verschiedenen Listen zusammenführen, Überstunden manuell identifizieren, Nachtschichten kennzeichnen – erledigt die Plattform in wenigen Minuten. Der gesamte Ablauf von der GPS-Buchung bis zur fertigen ist damit vollständig digitalisiert und revisionssicher – ein entscheidender Vorteil bei Betriebsprüfungen durch die Deutsche Rentenversicherung oder das Finanzamt.
Die häufigsten Probleme bei der Einführung lassen sich auf drei Bereiche reduzieren:
Netzabdeckung: Auf manchen Festivalgeländen – besonders in ländlichen Regionen – ist der Mobilfunkempfang lückenhaft. Lösung: eventra.app unterstützt Offline-Modus mit lokaler Zwischenspeicherung; sobald Netz verfügbar ist, werden alle Buchungen synchronisiert.
Akzeptanz der Belegschaft: Mitarbeitende empfinden GPS-Tracking manchmal als Kontrollinstrument. Transparente Kommunikation – was wird erfasst, wie lange gespeichert, wer hat Zugriff – ist entscheidend. Eine kurze Info-Session beim Onboarding senkt die Ablehnungsrate erfahrungsgemäß auf unter 5 Prozent.
Geräteverfügbarkeit: Nicht alle Hilfskräfte besitzen ein kompatibles Smartphone. Hier empfiehlt sich die parallele Bereitstellung von QR-Code-Terminals an zentralen Punkten als Fallback-Lösung.
Ein weiterer Aspekt: Die Geo-Fence-Konfiguration sollte bereits in der Planungsphase – mindestens zwei Wochen vor dem Event – abgeschlossen sein. Auf Basis der Geländepläne werden Polygone um alle relevanten Einsatzbereiche gelegt, inklusive Backstage, Catering-Zonen und Technik-Depots. Das spart am Eventtag wertvolle Zeit und verhindert, dass Mitarbeitende an den falschen Orten einstempeln.
GPS-gestützte Zeiterfassung ist kein Luxus mehr, sondern operativer Standard für jeden Veranstalter, der mehr als 50 Mitarbeitende auf einem Event einsetzt. Sie erfüllt die gesetzlichen Anforderungen des ArbZG und der BAG-Rechtsprechung, schützt vor Manipulationen, beschleunigt die Abrechnung und liefert die Transparenz, die moderne Einsatzplanung braucht. Gleichzeitig muss sie DSGVO-konform implementiert werden – mit klaren Grenzen für das Tracking, transparenter Kommunikation und europäischer Datenspeicherung.
eventra.app vereint GPS-Validierung, QR-Code-Check-in, automatisierte Zuschlagsberechnung und DATEV-Export in einer einzigen Plattform – entwickelt für die spezifischen Anforderungen der Eventbranche. Wenn Sie herausfinden möchten, wie sich diese Funktionen in Ihren bestehenden Workflow integrieren lassen, steht Ihnen eine kostenlose Demo zur Verfügung.