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DATEV-Schnittstelle: LODAS und Lohn und Gehalt, als Datei oder per Datenservice

Seit dem 7. September übergibt EVENTRA Stamm- und Bewegungsdaten an DATEV LODAS und DATEV Lohn und Gehalt, wahlweise als Datei oder direkt per DATEV-Datenservice, mit Exportverlauf. Dazu: StoTax rechnet mit der Abrechnungsart des exportierten Monats, und die 70-Tage-Übersicht zählt Arbeitstage aus den Zeiten.

Adrian Hof, Gründer, EVENTRAGeprüft am

Kurz gesagt

  • Beide DATEV-Programme, beide Wege: LODAS und Lohn und Gehalt bekommen Stammdaten und Bewegungsdaten aus dem Monatsabschluss, als Importdatei oder per DATEV-Datenservice, wenn die Kanzlei den Zugang freischaltet.
  • Der Exportverlauf zeigt pro Monat, was wann an wen übergeben wurde. Ein Export lässt sich nachvollziehen, nicht nur wiederholen.
  • Die 70-Tage-Übersicht zählt die Arbeitstage kurzfristig Beschäftigter aus den erfassten Zeiten, inklusive Vorbeschäftigung und Prognose aus gebuchten Schichten.
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Der Monatsabschluss war in EVENTRA schon länger das Ende der Zeiterfassung: bestätigte Zeitpaare, Zuschläge aus Regeln, eine Datei für das Lohnbüro. Was fehlte, war der zweite Weg zu DATEV und die Sicherheit, dass ein Export genau so ankommt, wie das Lohnprogramm ihn erwartet. Seit dem 7. September gibt es beides.

Zwei Programme, beide Formate

DATEV führt zwei Lohnprogramme mit zwei Importformaten. LODAS liest Textdateien mit festen Satzarten, Lohn und Gehalt eigene Importdateien mit Personalnummer, Lohnart, Datum und Wert. EVENTRA erzeugt jetzt beides aus demselben Abschluss:

DATEV LODASDATEV Lohn und Gehalt
StammdatenPersonalstamm, Steuer, Sozialversicherung, Bank, Beginn und AustrittStammdatenimport nach Feldkatalog
BewegungsdatenStunden pro Lohnart und AbrechnungsmonatStunden pro Lohnart, Datum, Personalnummer
ZeichensatzWindows-1252, wie LODAS ihn erwartetnach DATEV-Vorgabe

Welches Programm die Kanzlei nutzt, ist eine Einstellung pro Veranstalter. Die Lohnartennummern und die Personengruppen 109 und 110 kommen aus derselben Stelle. Der Export erfindet nichts, er übernimmt.

Aus bestätigten Zeitpaaren werden Stunden pro Lohnart. Was hier steht, steht später in der Importdatei.

Welche Anforderungen eine Zeiterfassung insgesamt an LODAS und Lohn und Gehalt erfüllen muss, von der Satzbeschreibung bis zu den Verarbeitungszeiten im Rechenzentrum, steht im Ratgeber Zeiterfassung mit DATEV LODAS und Lohn und Gehalt. Hier geht es um die Schnittstelle selbst.

Was ist der DATEV-Datenservice für Lohndaten?

DATEV nennt die Online-Wege, über die Partner-Software mit dem Lohnprogramm Daten austauscht, Datenservices. Für die Richtung, die hier zählt, also Stamm- und Bewegungsdaten aus einer Zeiterfassung ins Lohnprogramm, ist das der DATEV Lohnimportdatenservice. Der Ablauf nach DATEV-Beschreibung:

  1. Die Partner-Software übergibt die Daten über eine sichere Verbindung an das DATEV-Rechenzentrum.
  2. Das Lohnbüro übernimmt sie im Lohnprogramm mit einem Klick, ohne Datei und ohne Upload.
  3. Absender und Lohnbüro bekommen Statusinformationen, ob die Übernahme geklappt hat.

Freigeschaltet wird der Zugang im DATEV Arbeitsplatz. Voraussetzung ist eine Schnittstelle zwischen dem Lohnprogramm und der Software, aus der die Daten kommen. Wer in Suchen oder im Gespräch mit der Kanzlei auf Kürzel stößt: Gemeint ist in aller Regel dieser Weg, die Kanzlei kennt den genauen Produktnamen.

Datei oder Datenservice

Der klassische Weg bleibt: Datei herunterladen, an die Kanzlei schicken, dort importieren. Neu ist der DATEV-Datenservice: Wenn die Kanzlei den Zugang für den Mandanten freischaltet, übergibt EVENTRA Stamm- und Bewegungsdaten direkt an DATEV, ohne Datei und ohne Upload in der Kanzlei. Die Datei bleibt als Rückfallweg und als Beleg jederzeit abrufbar.

ImportdateiDATEV-Datenservice
Was die Kanzlei tutDatei entgegennehmen und importierenZugang einmal freischalten, danach Daten übernehmen
Was EVENTRA brauchtBerater- und Mandantennummer, Programm, Lohnartendazu die DATEV-Client-ID des Mandanten und eine Anmeldung bei DATEV
NachweisDie Datei selbstJob-IDs für das DATEV-Protokoll
Sinnvoll, wennGelegentlich exportiert wird oder die Kanzlei keinen Zugang freischaltetMonatlich exportiert wird

Technisch läuft die direkte Übergabe über die DATEV-API. Läuft die Anmeldung bei DATEV ab, meldet EVENTRA das und bittet um eine neue Verbindung, statt still zu scheitern. Die Einrichtung Schritt für Schritt steht in der Dokumentation unter DATEV-Schnittstelle.

Beide Wege schreiben in den Exportverlauf: welcher Monat, welches Programm, welcher Weg, welcher Zeitpunkt, wie viele Personen. Wer im Dezember wissen will, ob der August per Datei oder per Datenservice ging, sieht es in der Liste, statt im Postfach zu suchen.

Dazu kommt der Abgleich in die andere Richtung: Den Mitarbeiter-Stammdatenexport aus DATEV hochladen, und EVENTRA zeigt pro Person, wo die Werte in DATEV und in EVENTRA auseinanderlaufen und wer in DATEV noch gar nicht angelegt ist. Die Personalnummer verbindet beide Seiten.

StoTax: Abrechnungsart des Monats

Für Veranstalter, deren Lohnbüro mit StoTax arbeitet, gab es am 2. September eine Korrektur, die im Alltag auffällt: Der Export nutzt die Abrechnungsart, die im exportierten Monat galt, nicht die aktuelle. Wer eine Person im September von kurzfristig auf Minijob umstellt und danach den August exportiert, bekommt im August die kurzfristige Beschäftigung, so wie sie damals war.

Die 70-Tage-Übersicht

Für kurzfristig Beschäftigte zählt die Übersicht unter Abrechnung seit dem 27. August die Arbeitstage im Kalenderjahr aus den erfassten Zeiten, nicht aus dem Plan: Ein Tag zählt, wenn an ihm gearbeitet wurde. Vorbeschäftigungen bei anderen Arbeitgebern werden pro Person hinterlegt, die Prognose rechnet die bereits gebuchten Schichten dazu. Wer bei 62 Tagen steht und noch zehn Schichten im Plan hat, sieht das, bevor das Lohnbüro anruft.

Gearbeitete Tage, Vorbeschäftigung und Prognose pro Person. Die Grenze wird sichtbar, bevor sie erreicht ist.

Wie die 70 Tage gezählt werden, wann 3 Monate gelten und was bei zwei Jobs gleichzeitig passiert, steht im Artikel zur 70-Tage-Regelung.

Jahreswechsel 2026/27

DATEV liefert die Jahreswechsel-Versionen von LODAS und Lohn und Gehalt für 2026/27 mit dem Update Ende Dezember 2026, nicht mit einem eigenen Haupt-Release. An der Schnittstelle ändert sich dadurch nichts: Formate, Lohnarten und der Weg per Datei oder Datenservice bleiben. Neue Werte wie die Minijob-Grenze von 633 Euro und der Mindestlohn von 14,60 Euro ab 1. Januar 2027 betreffen die Personengruppe und die Grenzprüfung vor dem Export, nicht das Dateiformat.

Die drei Änderungen gehören zusammen: Der Abschluss liefert die Zahlen, der Export bringt sie in das Programm der Kanzlei, die Übersicht sorgt dafür, dass darin nichts steht, was die Grenze reißt. Wie die Schritte davor automatisiert werden, beschreibt der Artikel Lohnabrechnung für Eventpersonal automatisieren; alle Exportformate stehen unter Export, die Einordnung im Handbuch-Eintrag DATEV im Eventmanagement.

Häufige Fragen

Was ist mit DATEV DLS oder DATEV-Datenservice gemeint?

Gemeint ist meist der Online-Weg, über den Partner-Software Daten ohne Dateiversand mit dem DATEV-Lohnprogramm austauscht. Für den Import von Stamm- und Bewegungsdaten bietet DATEV dafür den Lohnimportdatenservice an: Die Daten liegen über eine sichere Verbindung im DATEV-Rechenzentrum bereit, das Lohnbüro übernimmt sie mit einem Klick, Absender und Lohnbüro sehen den Status. Welche Abkürzung Ihre Kanzlei benutzt, ist zweitrangig; entscheidend ist, dass sie den Zugang für Ihren Mandanten freischaltet.

Was muss die Kanzlei für den Datenservice freischalten?

Den Datenaustausch mit der Partner-Software für den betreffenden Mandanten bei DATEV. In EVENTRA werden danach die DATEV-Client-ID des Mandanten hinterlegt und die Verbindung mit einer Anmeldung bei DATEV hergestellt. Ohne Freischaltung bleibt die Importdatei der Weg, mit demselben Inhalt.

Woher weiß EVENTRA, welche Lohnartennummern die Kanzlei nutzt?

Aus den Einstellungen des Veranstalters. Die Nummern für Grundlohn, Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschlag trägt das Lohnbüro einmal ein; der Export übernimmt sie. Erfundene Nummern gibt es nicht.

Brauchen wir den Datenservice oder reicht die Datei?

Die Datei reicht immer. Der Datenservice spart den Upload in der Kanzlei und ist sinnvoll, wenn monatlich exportiert wird; er setzt voraus, dass die Kanzlei den Zugang für den Mandanten freigibt.

Was ändert sich für StoTax-Nutzer?

Der StoTax-Export nutzt seit dem 2. September die Abrechnungsart, die im exportierten Monat galt, nicht die heutige. Wer im Oktober den August nachexportiert, bekommt die Augustwerte.

EVENTRA erzeugt aus dem Monatsabschluss die Dateien für DATEV LODAS, DATEV Lohn und Gehalt und StoTax, auf Wunsch direkt per DATEV-Datenservice, mit den Lohnartennummern Ihres Lohnbüros und den Personengruppen 109 und 110. In der Demo zeigen wir den Weg vom Check-in bis zur Importdatei an Ihrem Beispiel.

Dieser Beitrag ist eine Einordnung aus der Praxis, keine Rechts- oder Steuerberatung. Rechtsgrundlagen und Grenzwerte werden zum genannten Datum geprüft; verbindlich sind Gesetz, Ihre Steuerberatung und die zuständige Behörde.

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