Recht und Compliance

Kurzfristige Beschäftigung 2026 und 2027: Die 70-Tage-Regelung für Eventpersonal

Wann eine Aushilfe beim Festival sozialversicherungsfrei bleibt, wie die 70 Tage und 3 Monate gezählt werden, was bei zwei Jobs gleichzeitig gilt, ob die 70-Tage-Regelung steuerfrei ist, was Berufsmäßigkeit bedeutet und wo Veranstalter die Grenze reißen.

Adrian Hof, Gründer, EVENTRAGeprüft am

Kurz gesagt

  • Kurzfristig beschäftigt ist, wer im Kalenderjahr höchstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage arbeitet und das nicht berufsmäßig tut. Dann fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an.
  • Gezählt werden alle kurzfristigen Beschäftigungen des Kalenderjahres zusammen, auch bei anderen Arbeitgebern. Der Arbeitgeber muss beim Einstellen danach fragen und die Antwort dokumentieren.
  • Die Grenze reißt am häufigsten bei Crew, die im Sommer für mehrere Veranstalter arbeitet. Wer die Vorbeschäftigungen nicht abfragt, haftet für die Beiträge.
  • § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV
  • § 8 Abs. 2 SGB IV
  • § 40a Abs. 1 EStG
  • Geringfügigkeits-Richtlinien der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung
Für Festivals: Bewerbung, Schichtplan, Check-in und Lohnbüro in einem System.Lösung ansehen
Stagehands entladen morgens Flightcases von einem Lkw auf dem Festivalgelände
Aufbau, Showtage und Abbau zählen bei derselben Person zusammen, und die 70 Tage laufen über alle Arbeitgeber.

Eine kurzfristige Beschäftigung ist nach § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV eine Beschäftigung, die innerhalb eines Kalenderjahres auf höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Sie ist in allen Zweigen der Sozialversicherung beitragsfrei. Für Veranstalter ist das die Beschäftigungsform für den Großteil der Festivalcrew: Studierende, Rentnerinnen, Menschen mit Hauptjob, die ein paar Tage im Sommer helfen. Die Grenze wird nicht pro Event, sondern pro Person und Kalenderjahr gezählt, über alle Arbeitgeber hinweg.

Die 70-Tage-Regelung auf einen Blick

FrageAntwort
Zeitgrenze3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr, über alle Arbeitgeber zusammen
Was zählt als TagJeder Kalendertag mit Arbeit, egal wie viele Stunden
SozialversicherungKeine Beiträge, weder von der Person noch vom Arbeitgeber
SteuerNicht steuerfrei: individuell nach Steuerklasse oder pauschal 25 Prozent
VerdienstgrenzeKeine; über 603 Euro im Monat (2026) bzw. 633 Euro (ab 2027) muss die Berufsmäßigkeit geprüft werden
MeldungAn die Minijob-Zentrale, Personengruppe 110
Pflicht des ArbeitgebersVorbeschäftigungen im Kalenderjahr abfragen und dokumentieren

Wer kurzfristig beschäftigt sein darf

Drei Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein:

  1. Zeitliche Begrenzung: höchstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr. Die Begrenzung muss von vornherein vereinbart sein, im Vertrag oder durch die Art der Beschäftigung, etwa ein Festival vom 8. bis 10. September.
  2. Keine Berufsmäßigkeit: Die Beschäftigung darf für die Person nicht von wirtschaftlich erheblicher Bedeutung sein. Unproblematisch sind Studierende, Schüler, Rentner, Hausfrauen und -männer und Personen mit einer Hauptbeschäftigung. Problematisch sind Arbeitslose, Personen zwischen Schule und Ausbildung ohne weitere Absicherung und alle, die ihren Lebensunterhalt überwiegend aus solchen Jobs bestreiten.
  3. Keine Zusammenrechnung über die Grenze: Alle kurzfristigen Beschäftigungen des Jahres werden addiert. 40 Tage beim Frühlingsfest, 20 Tage beim Open-Air und 15 Tage auf der Messe sind 75 Tage. Die letzte Beschäftigung wird versicherungspflichtig.

Die Höhe des Verdienstes spielt für die Sozialversicherung keine Rolle. Eine kurzfristige Beschäftigung darf mehr als die Minijob-Grenze einbringen. Der Verdienst entscheidet nur, ob die Berufsmäßigkeit geprüft werden muss: Liegt er über der Geringfügigkeitsgrenze, 603 Euro im Monat 2026 und 633 Euro ab 2027, muss der Arbeitgeber sie prüfen. Darunter bleibt die Beschäftigung auch dann frei, wenn sie berufsmäßig wäre. Wie sich die Minijob-Grenze zusammensetzt, steht im Artikel zur Minijob-Grenze 2026 und im Handbuch-Eintrag Minijobs.

Crew-Mitglied füllt am Check-in-Zelt eine Erklärung auf einem Klemmbrett aus
Die Erklärung über Vorbeschäftigungen im Kalenderjahr gehört in die Bewerbung, nicht an den Einsatztag.

70 Arbeitstage oder 3 Monate: was gilt und wie man umrechnet

Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung legen in den Geringfügigkeits-Richtlinien fest, welche Grenze gilt:

BeschäftigungMaßstab
An mindestens 5 Tagen pro Woche3 Monate (Kalendermonate oder 90 Kalendertage)
An weniger als 5 Tagen pro Woche70 Arbeitstage

Eventcrew arbeitet fast immer an einzelnen Tagen oder Wochenenden, also gelten die 70 Arbeitstage. Gezählt wird jeder Kalendertag mit Arbeitsleistung. Ein Aufbau von 6 bis 22 Uhr ist ein Tag. Eine Nachtschicht von 20 bis 4 Uhr ist nach herrschender Praxis ebenfalls ein Tag, solange sie eine zusammenhängende Schicht ist.

Eine Umrechnung von 70 Tagen in Monate gibt es nicht, beide Grenzen stehen nebeneinander. Wichtig wird der Unterschied bei der Zusammenrechnung mehrerer Beschäftigungen: Dann treten an die Stelle der 3 Monate 90 Kalendertage, und ein voller Kalendermonat zählt mit 30 Tagen. Wer im Juli einen ganzen Monat bei einem Caterer in Vollzeit gearbeitet hat und danach an Wochenenden beim Festival, hat zwei Beschäftigungen mit zwei Maßstäben. Welche Grenze dann maßgeblich ist, sollte das Lohnbüro für die Person festhalten.

So wird gezählt

Der Arbeitgeber muss bei Beginn der Beschäftigung prüfen, ob die Grenze im laufenden Kalenderjahr eingehalten wird. Dazu gehört die Frage nach Vorbeschäftigungen. Die Praxis sieht so aus:

  • Beim Einstellen unterschreibt die Person eine Erklärung über Vorbeschäftigungen im laufenden Kalenderjahr: Arbeitgeber, Zeitraum, Anzahl der Arbeitstage.
  • Der Arbeitgeber addiert die eigenen geplanten Tage dazu. Liegt die Summe über 70, ist die Beschäftigung von Anfang an versicherungspflichtig.
  • Während der Beschäftigung zählt der Arbeitgeber weiter. Sobald absehbar ist, dass die Grenze überschritten wird, tritt Versicherungspflicht ab diesem Tag ein, nicht rückwirkend.
  • Fehlt die Abfrage oder ist sie falsch, trägt der Arbeitgeber das Risiko. Die Deutsche Rentenversicherung prüft bei der Betriebsprüfung genau diese Erklärungen.

Für Veranstalter mit mehreren Events pro Jahr ist die eigene Zählung das kleinere Problem. Das größere ist die Crew, die im selben Sommer beim Nachbarfestival, bei der Stadthalle und beim Personaldienstleister arbeitet. Diese Tage sieht nur, wer fragt.

Arbeitstage einer Person im Kalenderjahr über drei Arbeitgeber: 40 Tage Frühlingsfest, 20 Tage Open-Air, 15 Tage Messe, zusammen 75 Tage. Die Grenze von 70 Arbeitstagen wird beim dritten Einsatz überschritten.So laufen die 70 Arbeitstage vollJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezFrühlingsfestOpen-AirMesse40 ArbeitstageStand: 4020 ArbeitstageStand: 6015 ArbeitstageStand: 75Tag 70 erreicht, ab Tag 71 versicherungspflichtig

Gezählt wird pro Person und Kalenderjahr über alle Arbeitgeber. Die Tage der anderen sieht nur, wer die Vorbeschäftigungen abfragt.

Drei Arbeitgeber, ein Kalenderjahr: 40 plus 20 plus 15 Arbeitstage überschreiten die Grenze beim dritten Einsatz.

Zwei kurzfristige Beschäftigungen gleichzeitig

Zwei oder mehr kurzfristige Beschäftigungen sind erlaubt, nacheinander oder zur selben Zeit, ohne Pause dazwischen. Die Arbeitstage werden zusammengerechnet, die Grenze von 70 Tagen gilt für alle zusammen. Arbeitet die Person an einem Kalendertag bei zwei Arbeitgebern, etwa vormittags im Catering und abends an der Festivalbar, zählt dieser Tag als ein Arbeitstag, nicht als zwei.

Drei Konstellationen, die beim Festival vorkommen:

  • Zwei Festivals im selben Sommer. Erlaubt, beide Arbeitgeber zählen die Tage des anderen mit. Die Erklärung über Vorbeschäftigungen muss bei jedem Einstellen neu abgegeben werden, nicht einmal im Jahr.
  • Kurzfristige Beschäftigung neben einem Minijob bei einem anderen Arbeitgeber. Erlaubt und nicht zusammengerechnet: Die Minijob-Zentrale beurteilt beide getrennt.
  • Minijob und kurzfristige Beschäftigung beim selben Arbeitgeber. Nicht möglich. Beim selben Arbeitgeber liegt ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor, die Person ist entweder Minijobber oder kurzfristig beschäftigt.

Steuer: Ist die 70-Tage-Regelung steuerfrei?

Nein. Die 70-Tage-Regelung befreit von der Sozialversicherung, nicht von der Lohnsteuer. Steuerlich ist die kurzfristige Beschäftigung ein normales Arbeitsverhältnis. Zwei Wege:

  • Individuelle Lohnsteuer nach den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen der Person. Bei Studierenden mit Steuerklasse I fällt bei typischen Festivalverdiensten meist keine oder wenig Lohnsteuer an.
  • Pauschalierung mit 25 Prozent nach § 40a Abs. 1 EStG, wenn die Beschäftigung nicht über 18 zusammenhängende Arbeitstage hinausgeht, der Arbeitslohn im Durchschnitt 150 Euro pro Arbeitstag nicht übersteigt oder die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird, und der Stundenlohn höchstens 19 Euro beträgt. Die Pauschalsteuer trägt der Arbeitgeber, dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Die 18-Tage-Grenze der Pauschalierung ist eine Steuergrenze und hat mit den 70 Tagen der Sozialversicherung nichts zu tun. Beides wird getrennt geprüft.

Was 2027 gilt

Die Zeitgrenze bleibt: 3 Monate oder 70 Arbeitstage stehen ohne Befristung in § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV. Was sich zum 1. Januar 2027 ändert, sind die Werte drumherum:

2026ab 1.1.2027
Mindestlohn13,90 Euro14,60 Euro
Geringfügigkeitsgrenze (Prüfung der Berufsmäßigkeit)603 Euro im Monat633 Euro im Monat
Zeitgrenze kurzfristige Beschäftigung3 Monate oder 70 Arbeitstageunverändert

Für die Pauschalierung nennt § 40a EStG im Gesetz (Stand Oktober 2026) weiter die Grenzen von 19 Euro pro Stunde und 150 Euro pro Arbeitstag. Wichtig für die Saisonplanung: Gezählt wird pro Kalenderjahr. Die Tage beim Sommerfestival 2026 zählen für einen neuen Einsatz im Sommer 2027 nicht mit. Wie man die nächste Saison darauf aufbaut, steht im Artikel Saisonplanung 2027 für Eventpersonal.

Wo Veranstalter die Grenze reißen

Aus der Praxis, in dieser Reihenfolge:

  1. Keine Abfrage der Vorbeschäftigungen. Das Formular fehlt oder wird nicht ausgewertet. Bei der Prüfung fehlt der Nachweis, und der Veranstalter zahlt die Beiträge nach.
  2. Aufbau und Abbau nicht mitgezählt. Wer drei Wochen Aufbau, vier Festivaltage und eine Woche Abbau macht, ist bei 30 Tagen, bevor die Saison richtig anfängt.
  3. Dieselbe Person bei zwei Gesellschaften. Veranstaltungs-GmbH und Gastro-GmbH desselben Konzerns sind zwei Arbeitgeber, die Tage werden trotzdem addiert.
  4. Berufsmäßigkeit übersehen. Die Person, die von Mai bis September von Festival zu Festival zieht und sonst nichts hat, ist berufsmäßig beschäftigt, egal wie viele Tage es sind.
  5. Rahmenverträge über mehrere Jahre. Ein Rahmenvertrag, der wiederholte Einsätze über mehr als ein Jahr vorsieht, kann die Kurzfristigkeit insgesamt in Frage stellen. Besser: pro Event ein befristeter Vertrag.

Was das für die Planung heißt

Die 70 Tage sind eine Planungsgröße, keine Abrechnungsgröße. Wer sie erst beim Monatsabschluss zählt, hat im September Personen mit 68 Tagen, die noch drei Schichten im Plan stehen haben. Zählen muss die Schichtplanung, mit den Tagen aus der Selbstauskunft als Startwert, den erfassten Zeiten als Ist und den gebuchten Schichten als Prognose. Dann fällt die Entscheidung, ob die Person ab Oktober als Minijob oder sozialversicherungspflichtig weiterläuft, vor der Schicht, mit der Person zusammen. Dieselbe Zählung gehört als Regel vor jeden Besetzungsvorschlag, wie im Artikel KI-Schichtplanung für Events beschrieben, und bis in die Abrechnung: Wie die Tage über die 70-Tage-Übersicht und die DATEV-Schnittstelle ins Lohnbüro kommen, zeigt der Artikel Lohnabrechnung für Eventpersonal automatisieren. Ob vor dem ersten Einsatz zusätzlich eine Sofortmeldung nötig ist, hängt von der Branche ab, nicht von der Beschäftigungsform.

70-Tage-Übersicht in EVENTRA: gezählte, erfasste und geplante Arbeitstage pro kurzfristig beschäftigter Person
Selbstauskunft als Startwert, erfasste Zeiten als Ist, gebuchte Schichten als Prognose: die Zählung läuft in der Schichtplanung mit.

Siehe auch: 70-Tage-Regelung und kurzfristig Beschäftigte im Glossar der Dokumentation sowie der Handbuch-Eintrag Kurzfristige Beschäftigung.

Häufige Fragen

Gilt 70 Tage oder 3 Monate?

Beides sind gleichwertige Grenzen. Die Spitzenorganisationen wenden 3 Monate an, wenn die Beschäftigung an mindestens 5 Tagen pro Woche ausgeübt wird, sonst 70 Arbeitstage. Bei typischen Event-Einsätzen an einzelnen Tagen zählen die 70 Arbeitstage.

Zählt ein 14-Stunden-Festivaltag als ein Tag?

Ja. Gezählt werden Kalendertage, an denen gearbeitet wurde, nicht Stunden. Ein Einsatz, der um 20 Uhr beginnt und um 4 Uhr endet, zählt in der Regel als ein Arbeitstag, wenn er als eine Schicht gilt.

Was passiert, wenn die 70 Tage überschritten werden?

Ab dem Tag, an dem absehbar ist, dass die Grenze überschritten wird, ist die Beschäftigung sozialversicherungspflichtig. Rückwirkend ab Beginn wird sie es, wenn die Überschreitung von Anfang an absehbar war. Nachzahlungen trägt zunächst der Arbeitgeber.

Ist die 70-Tage-Regelung steuerfrei?

Nein. Die kurzfristige Beschäftigung ist sozialversicherungsfrei, nicht steuerfrei. Die Lohnsteuer wird entweder individuell nach den Lohnsteuerabzugsmerkmalen der Person erhoben, bei Studierenden mit Steuerklasse I oft ohne Abzug, oder pauschal mit 25 Prozent nach § 40a Abs. 1 EStG, wenn dessen Voraussetzungen erfüllt sind, unter anderem höchstens 18 zusammenhängende Arbeitstage und höchstens 19 Euro Stundenlohn im Durchschnitt.

Darf ich zwei kurzfristige Beschäftigungen gleichzeitig haben?

Ja. Mehrere kurzfristige Beschäftigungen dürfen nebeneinander oder nacheinander laufen, ihre Arbeitstage werden aber zusammengerechnet und dürfen im Kalenderjahr 70 nicht überschreiten. Ein Kalendertag, an dem bei zwei Arbeitgebern gearbeitet wird, zählt als ein Arbeitstag. Jeder Arbeitgeber muss nach den anderen Beschäftigungen fragen.

Wie viele Monate sind 70 Tage?

Die 70 Arbeitstage und die 3 Monate sind zwei gleichwertige Grenzen, keine Umrechnung voneinander. Die 3 Monate gelten bei Beschäftigungen an mindestens 5 Tagen pro Woche, die 70 Arbeitstage sonst. Werden mehrere Beschäftigungen zusammengerechnet, treten an die Stelle der 3 Monate 90 Kalendertage, ein voller Kalendermonat zählt dabei mit 30 Tagen.

Gilt die 70-Tage-Regelung auch 2027?

Ja. Die Zeitgrenze von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen steht ohne Befristung in § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV. Was sich 2027 ändert, ist die Geringfügigkeitsgrenze, ab der die Berufsmäßigkeit geprüft werden muss: 633 Euro im Monat statt 603 Euro, weil der Mindestlohn auf 14,60 Euro steigt.

Muss ich für kurzfristig Beschäftigte eine Sofortmeldung abgeben?

Nur, wenn Ihr Betrieb zu den Branchen mit Sofortmeldepflicht gehört, zum Beispiel Gastronomie, Schaustellergewerbe, Messebau oder Wach- und Sicherheitsgewerbe. Die Anmeldung zur Sozialversicherung ist davon unabhängig immer nötig.

EVENTRA zählt die Arbeitstage jeder kurzfristig beschäftigten Person aus den Zeiterfassungen über alle Ihre Events, ergänzt die Vorbeschäftigungen aus der Selbstauskunft und zeigt eine Prognose aus den gebuchten Schichten. Wer in Richtung 70 Tage läuft, wird vor der Schicht markiert, nicht nach der Abrechnung.

Dieser Beitrag ist eine Einordnung aus der Praxis, keine Rechts- oder Steuerberatung. Rechtsgrundlagen und Grenzwerte werden zum genannten Datum geprüft; verbindlich sind Gesetz, Ihre Steuerberatung und die zuständige Behörde.

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