EVENTRA Doku

70-Tage-Regelung

Arbeitstage kurzfristig Beschäftigter im Kalenderjahr überwachen — inklusive Übertrag von anderen Arbeitgebern und Prognose.

Kurzfristig Beschäftigte (Personengruppe 110 / 110-N) sind nur so lange sozialversicherungsfrei, wie sie im Kalenderjahr unter der gesetzlichen Tagesgrenze bleiben. Lohnbuchhaltung › 70-Tage-Regelung zählt diese Tage aus den Zeiterfassungen und warnt, bevor die Grenze fällt.

Arbeitstage kurzfristig Beschäftigter (Personengruppe 110 / 110-N) im Kalenderjahr, gezählt aus den Zeiterfassungen. Ab 70 Tagen entfällt die Sozialversicherungsfreiheit.

Die Grenze gilt arbeitgeberübergreifend

Gezählt werden alle kurzfristigen Beschäftigungstage des Jahres -- auch die bei anderen Arbeitgebern. EVENTRA kennt nur die eigenen Tage; die fremden tragen Sie als Übertrag nach.

Schwellenwerte konfigurieren

Die drei Werte pflegen Sie unter Einstellungen › Zeiterfassung im Abschnitt Kurzfristige Beschäftigung (70-Tage-Regelung):

WertStandard (Deutschland)
Grenze (Tage)70
Warnung ab50
Kritisch ab65

Es muss stets gelten: Warnung ≤ kritisch ≤ Grenze, jeder Wert zwischen 1 und 365 Tagen.

Die Tabelle

SpalteInhalt
MitarbeiterName und Profilbild
Gearbeitete TageTage aus den eigenen Zeiterfassungen; die Detailansicht schlüsselt sie pro Event auf und nennt das zuletzt gearbeitete Datum
ÜbertragTage bei anderen Arbeitgebern, von Ihnen eingetragen
VerbrauchtSumme aus beidem, im Verhältnis zur Grenze (z. B. „54 / 70"), dahinter die verbleibenden freien Tage
PrognoseVerbrauchte Tage plus Hochrechnung aus bereits gebuchten Events
StatusUnkritisch, Beobachten, Kritisch oder Limit erreicht

Über das Feld Status filtern Sie die Liste auf eine Risikostufe.

Noch nicht freigegebene Zeiten zählen mit

Sind für eine Person noch Zeiten offen, weist die Zeile das aus: „n Zeiten noch nicht freigegeben -- bereits mitgezählt." Die Zahl ist damit bewusst konservativ: Sie zeigt eher zu viele Tage als zu wenige.

Übertrag von anderen Arbeitgebern

Ein Klick auf die Übertragsspalte öffnet den Dialog Übertrag für Name:

  • Tage bei anderen Arbeitgebern -- die Angabe des Mitarbeitenden, in der Regel aus der Selbstauskunft.
  • Notiz -- woher die Angabe stammt.

Die Zeile zeigt danach Gesetzt von Name, sodass nachvollziehbar bleibt, wer den Wert eingetragen hat.

Die Prognose

Die Prognose rechnet die bereits gebuchten künftigen Events in Arbeitstage um. Wie sie das tut, hängt davon ab, welche Vergleichsdaten es gibt -- die Zeile weist die Grundlage jeweils aus:

GrundlageWann sie greift
Eigene EinsatzdichteDie Person hat in diesem Jahr genug eigene Historie.
Durchschnitt aller KurzfristigenKeine eigene Historie vorhanden.
Jeder Eventtag = ein ArbeitstagGar keine Vergleichsdaten -- die vorsichtigste Annahme.

Die Detailansicht der Prognose listet die geplanten Events samt der noch offenen Tage. Gibt es keine, steht dort „Keine kommenden Planungen in diesem Jahr."

Eine Prognose ist keine Zusage

Die Hochrechnung ist als Hochrechnung gekennzeichnet. Sie hilft, Gespräche früh zu führen -- sie ersetzt keine Nachfrage beim Mitarbeitenden.

Die Diagramme

Höchste Prognosen

Verbrauchte Tage plus Hochrechnung, absteigend sortiert. Eine gestrichelte Linie markiert die Grenze. Solange niemand gearbeitet hat, steht dort „Noch keine Arbeitstage in diesem Jahr."

Verteilung ab n Tagen

Bewusst nur der kritische Bereich: Beschäftigte zwischen dem Warnwert und der Grenze, gebündelt in Stufen. Wie viele Personen unterhalb liegen, steht als Fußnote („n unter 50 Tagen"). Hat noch niemand den Warnwert erreicht, meldet das Diagramm genau das.

Die farbigen Bänder folgen der Konfiguration: unter dem Warnwert, ab Warnwert, ab kritisch, ab Grenze.

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